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Impfen Leitartikel

02.08.2010

STIKO

STIKO-Empfehlungen 2010

 

 

 

 

 

 

Die wichtigsten Neuerungen sind:

  • Masernimpfung für unzureichend geimpfte junge Erwachsene als MMR -
  • Rötelnimpfung zweimalig für unzureichend geimpfte gebärfähige Frauen
  • Regelmäßige Pertussisimpfung für gebärfähige Frauen
  • Influenzaimpfung für schwanger Frauen
  • Meningitisimpfung ab 11 Jahre mit 4-valentem Konjugatimpfstoff
  • Postexpositionelle Tollwutimpfung bei Fledermauskontakt
  • Choleraimpfung bei Infektionsrisiko
  • H1N1v-Empfehlung wird zurückgenommen

Masernimpfung:
Alle nach 1970 geborenen Personen sollen bei unklarem Impfstatus oder nur einer Impfung in der Kindheit eine einmalige Masernimpfung erhalten  und zwar vorzugsweise mit MMR-Impfstoff.

Säuglinge können bei erhöhtem Infektionsrisiko bereits zwischen 6 und 11 Monaten gegen Masern geschützt werden. Wegen der unsicheren Immunogenität werden für Kinder, die vor dem 9.Monat geimpft wurden, zwei weitere Dosen im 2. Lebensjahr empfohlen.

Röteln:
Frauen im gebärfähigen Alter und unklarem Impfstatus sollen zwei Röteln-Impfdosen erhalten, bei einer Vorimpfung wird eine zweite Impfdosis empfohlen.

Für ungeimpfte Personen oder Personen mit unklarem Impfstatus in Einrichtungen der Pädiatrie, der Geburtshilfe und der Schwangerenbetreuung sowie in Gemeinschaftseinrichtungen wird eine Impfdosis gegen Röteln empfohlen.

Pertussis:
Frauen im gebärfähigen Alter sollten prüfen lassen, ob sie über einen adäquaten Impfschutz verfügen. (Um einen adäquaten Pertussisimpfschutz zu erreichen, muss mindestens alle 10 Jahre eine Auffrischung erfolgen – Anm. d. Red.)

Meningokokken:
Für alle Personen ab einem Alter von 11 Jahren wird der 4-valente Meningokokken-Konjugatimpfstoff empfohlen.

Influenza:
Schwangeren ab dem 2.Trimenon und bei erhöhten Risiko ab dem 1.Trimenon (z.B. bei chronischen Erkrankungen) sollen eine saisonale Influenza-Impfung erhalten.

Ebenfalls wird eine influenzaimpfung für Patienten mit chronischen neurologischen Krankheiten, z. B. Multiple Sklerose mit durch Infektionen getriggerten Schüben empfohlen.

H1N1v.
Die Empfehlungen zur Pandemie-Impfung H1N1 wird zurückgezogen.

Tollwut:
Eine postexpositionelle Tollwutimpfung wird auch bei Fledermauskontakt (Expositionsgrad III) empfohlen.

Cholera:
Eine Impfung gegen Cholera wird bei Expositionsrisiko empfohlen.

Quelle: www.impfbrief.de - Originaldokument bei RKI >>>

 

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