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Impfen Leitartikel

12.02.2011

Nationaler Impfplan

Nationaler Impfplan soll Ende Juni beschlossen werden

Im Rahmen der 2. Nationalen Impfkonferenz in Stuttgart wurde gestern der Entwurf des Nationalen Impfplans vorgestellt. Er sei ähnlich dem Pandemieplan angelegt, berichtete Dr. Angelika Hornig (Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Familie und Frauen des Landes Rheinland-Pfalz) und enthält auch ausführliche Hintergrundinformationen. In den insgesamt 6 Kapiteln wird auf die Entwicklung und Zulassung von Impfstoffen, Impfempfehlungen, Impfziele, die Umsetzung von Impfstrategien, Information und Aufklärung sowie unerwünschte Arzneimittelwirkungen und Surveillance eingegangen. Wie Dr. Hornig erläuterte, sind noch nicht alle Kapitel bearbeitet, 180 Seiten würden bislang vorliegen. Die H1N1-Pandemie habe die Arbeit am Impfplan stark verzögert.
Feste Impfziele im Sinne von Durchimpfungsraten könnten unter anderem aufgrund der zahlreichen beteiligten Akteure im deutschen Impfwesen (siehe Vorträge Oppermann und Nahnhauer in www.spp-gz.de/images/File/Berichtsband_1NIK_2009.pdf) nicht festgelegt werden, so Hornig. Statt dessen sind verbindliche Vereinbarungen geplant, was unternommen wird, um Impfziele wie z.B. die 95%ige Durchimpfung mit zwei Dosen Masernimpfstoff zu erreichen. Die weiteren Stationen des Entwurfs sind:

  • Ende März das Treffen der AOLG (Arbeitsgemeinschaft der Obersten Landesgesundheitsbehörden)
  • Im Mai die Amtschefkonferenz, die wiederum die Gesundheitsministerkonferenz vorbereitet und schließlich
  • Ende Juni die Gesundheitsministerkonferenz.

Quelle: Chefredakteurin Heike Thiesemann-Reith -  Impfbrief-Online

 

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